Photovoltaikanlagen für Hessen und Bayern

Wird das flüssige Silizium in Blocke gegossen, ergibt sich bei der Erstarrung die für polykristalline Module typische Eisblumenstruktur aus einer Vielzahl von einzelnen Kristallen. Die daraus hergestellten Zellen werden als polykristallin bezeichnet. Der Anteil reinen Siliziums dieser Zellen liegt lediglich zwischen 65 und 93% und der Wirkungsgrad beträgt 13-17 %.
Polykristalline Module oder besser polykristalline Solarzellen sind Silizium-Solarzellen, die sich überwiegend durch die Art der Herstellung von den meisten anderen Solarzellen unterscheiden. Teilweise kann man eine Kristallstruktur bei den Zellen deutlich erkennen. Sie bestehen aus einer Scheibe von einem gegossenen Siliziumblock. Das Silizium wird zur Herstellung erst geschmolzen und dann in einen Block gegossen.
Während es nun möglichst langsam abkühlt, bilden sich Kristallstrukturen von unterschiedlicher Größe mit Kristalldefekten an den Grenzen. Hiervon wird dann nach Vollständigem erstarren des Siliziums eine Scheibe „abgeschnitten“, die polykristalline Solarzelle. Mehrere dieser polykristallinen Solarzellen bilden ein Photovoltaikmodul mehrere Module werden in einem String zusammengefasst und in Reihe geschaltet.
Ein Vorteil von polykristallinen Modulen ist die relativ günstige Herstellung. Durch die Produktion der Blöcke in viereckiger Form, welches auch die letztendliche Form der Solarzelle ist, fallen nur sehr wenige Abfälle an.
Nachteilig ist eine etwas geringere Effizienz im Vergleich mit anderen Modulen. Polykristalline Module bestehen aus weniger reinem Silizium als monokristalline Module bzw. Solarzellen.